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Allergien in der Gastronomie: Der Gast bringt sein Profil mit an den Tisch

Allergien in der Gastronomie: Das Gastprofil in JamWaiter zeigt Allergien am Tisch und warnt beim Bestellen, bevor der falsche Teller rausgeht.

23. September 20268 Minuten Lesezeit

Allergien in der Gastronomie: Der Gast bringt sein Profil mit an den Tisch

Freitag, halb acht. Anna Keller hat online für vier Personen reserviert und bei der Buchung angegeben, dass sie keine Erdnüsse verträgt. Die Information ist im System. Nur weiss der Kellner am Tisch nichts davon, denn gelesen hat die Reservation am Nachmittag jemand anderes.

Jetzt hängt alles an einer Frage, die im Andrang gern untergeht: «Gibt es Allergien am Tisch?» Und an der Hoffnung, dass die Aushilfe sie stellt.

Damit ist Schluss. Mit dem September-Release bringt der Gast sein Profil mit an den Tisch. Allergien, Wünsche und Notizen stehen in JamWaiter genau dort, wo du bestellst. Und wenn du trotzdem das Falsche antippst, warnt dich die Kasse, bevor der Teller in der Küche landet.

Allergien in der Gastronomie: Das Wissen war da, nur nicht am Tisch

Allergien in der Gastronomie sind kein Randthema. Welche Allergene in einem Gericht stecken, muss ein Restaurant in der Schweiz ohnehin angeben können, das verlangt das Lebensmittelrecht auch im Offenverkauf, so erklärt es das BLV. Die meisten Betriebe haben das im Griff: Die Allergene stehen auf der Karte oder im System.

Die Lücke liegt woanders. Welcher Gast an welchem Tisch welche Allergie hat, das wusste bisher die Person, die gerade gefragt hat. Es stand in der Reservation, im Kundenprofil, auf einem Zettel am Pass. Überall, nur nicht auf dem Bildschirm, auf dem bestellt wird. Auch in JamWaiter stand es bis jetzt nur im Kundenprofil, und im Service wusste es niemand.

Genau dort setzen wir an. Nicht mit einer neuen Liste, die jemand pflegen muss, sondern indem wir zusammenbringen, was schon da ist: die Allergene an deinen Produkten und die Allergien im Profil deines Gastes.

Warum wir hier vorangehen

Innovation heisst für uns nicht, einem Bestellbildschirm eine neue Farbe zu geben. Innovation heisst, das Wissen des Hauses dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird. Wir wollen nicht warten, bis eine Kasse irgendwann den Gast kennt. Wir bauen sie.

Im Juli haben wir mit der Personal Dining Experience angefangen, den einzelnen Gast statt den Tisch in den Mittelpunkt zu stellen. Im August kamen die Gastnamen direkt aus der Reservation. Im selben Monat haben wir hier im Blog angekündigt, dass als Nächstes Profile mit Vorlieben und Allergien folgen.

Jetzt sind sie da. Drei Ausbaustufen in drei Monaten, angekündigt und geliefert. So sieht es aus, wenn wir sagen, dass wir Vorreiter sein wollen: Die Kasse wird zum Gedächtnis des Hauses.

Im Video: vom Tisch bis zur Warnung

Gut eine Minute, der ganze Weg am Stück: was der Gast bei der Online-Buchung angibt, die Markierung auf der Tischkachel, das Gastprofil mit einem Tippen, die Warnung beim Bestellen und die Notiz für den nächsten Besuch. Das Video läuft ohne Ton.

Du siehst es, bevor du fragst

Zwei kleine Markierungen sagen dir auf einen Blick, was an einem Tisch zu beachten ist. Beide tragen eine Zahl, beide sind antippbar und öffnen das Gastprofil.

Rot heisst Allergien. So viele Gäste am Tisch haben Allergien oder Unverträglichkeiten hinterlegt.

Gelb heisst Wünsche. So viele Hinweise gibt es zu diesem Besuch, zum Beispiel der Kommentar aus der Online-Buchung und eine Teamnotiz.

Die Markierungen stehen überall, wo du im Service hinschaust: auf der Tischkachel, im Saalplan, in der Bestellansicht, in der Gästeliste, bei den offenen Tischen und im Cockpit, wo die Reservierungskarte bei Allergien ein rotes Ausrufezeichen trägt. Niemand muss mehr etwas suchen. Es springt dir entgegen.

JamWaiter passt beim Bestellen auf

Hier wird aus Information Sicherheit. Wählst du beim Bestellen den Gast mit Allergie aus, tragen alle Produkte mit einem seiner Allergene den roten Allergie-Marker. Du siehst also schon in der Produktübersicht, was für diesen Gast heikel ist.

Tippst du trotzdem darauf, landet das Produkt nicht still im Warenkorb. Stattdessen öffnet sich das Produktdetail mit einer klaren Warnung, etwa «Anna Keller hat eine Allergie gegen Erdnüsse. Dieses Gericht enthält Erdnüsse.» Oben steht der Gast-Chip, der zeigt, für wen du gerade bestellst. Ein Tippen darauf wechselt den Gast, und die Liste markiert gleich mit, für wen das Gericht ebenfalls ein Allergen enthält.

Will der Gast das Gericht ausdrücklich trotzdem, übernimmst du es mit «Trotzdem hinzufügen». Die Entscheidung bleibt beim Menschen, aber sie fällt bewusst und nicht aus Versehen. Bei Mehrgang-Menüs funktioniert das genauso: Steckt in einem Gang ein Allergen des Gastes, trägt die Menü-Kachel den Marker, und die Warnung kommt, sobald du die betroffene Option wählst.

Die Grundlage sind deine Allergenangaben

Damit die Warnung stimmt, vergleicht JamWaiter die Allergene, die in OrderAdmin an deinen Produkten hinterlegt sind, mit den Allergenen im Gastprofil. Das heisst auch: Ein Produkt ohne Allergenangaben wird nie markiert. «Nüsse» und «Erdnüsse» sind nach der EU-Liste zwei verschiedene Allergene. Und Unverträglichkeiten wie «isst kein Schweinefleisch» stehen im Profil, lösen aber keine Warnung aus, weil sie eine Vorliebe sind und keine Gesundheitsangabe.

Wir schreiben das so deutlich hin, weil Sicherheit nur so gut ist wie die Daten dahinter. JamWaiter nimmt dir die Erinnerungsarbeit ab, nicht die Sorgfalt in der Küche.

Das Gastprofil: alles, was dein Team wissen sollte

Ein Tippen auf eine Markierung, auf das Auge-Symbol im Reservierungsdetail oder neben dem Gast in der Gästeliste, und das Profil öffnet sich. Auf dem Handy als Blatt von unten, auf dem Tablet als Dialog. Die Reihenfolge folgt dem Service: zuerst, was auf den Teller darf, dann die Wünsche, dann die Geschichte des Gastes.

Block im Profil Was drinsteht
Allergien und Unverträglichkeiten Allergene als rote Chips, «isst nicht», Hinweis aus der Buchung
Wünsche zu diesem Besuch Kommentar aus der Reservation und Teamnotiz, je mit Quelle
Am Tisch Alle Gäste des Tisches, Allergien direkt neben dem Namen
Profil Besuche, No-Shows, Durchschnittsumsatz, letzte Notizen, was der Gast oft bestellt
Schnellnotiz Eine Zeile für den nächsten Besuch

Die Angaben kommen aus zwei Quellen, die du schon hast: aus dem Kundenprofil in OrderAdmin und aus der Reservation selbst. Online-Buchungen werden automatisch mit dem Kontakt verknüpft, im Cockpit wählst du beim Anlegen einen bestehenden Kontakt aus.

Notiz für das nächste Mal

«Mag keinen Koriander», «bevorzugt den Ecktisch». Solche Dinge weiss heute oft nur, wer den Gast zuletzt bedient hat. Ab jetzt hältst du sie direkt im Gastprofil fest, als Schnellnotiz mit bis zu 500 Zeichen.

JamWaiter speichert die Notiz mit Datum und deinem Namen im Kundenprofil. Beim nächsten Besuch weiss es das ganze Team, auch in OrderAdmin. Das ist der Moment, in dem ein Gast merkt, dass er nicht irgendein Tisch ist, sondern Stammgast.

Gesundheitsdaten bleiben im Service

Allergien sind Gesundheitsdaten, und so behandeln wir sie. JamWaiter zeigt sie nur dem Serviceteam in der App. Sie erscheinen nicht auf Küchenbons, nicht auf Belegen und nicht auf Rechnungen. Notizen sind für Servicehinweise gedacht, nicht für private Beobachtungen, und genau so steht es auch in der Anleitung für dein Team.

Vorher und nachher im Service

Situation Bisher Mit dem Gastprofil
Gast gibt bei der Buchung eine Erdnussallergie an steht im Profil, im Service weiss es niemand rote Markierung am Tisch, bevor bestellt wird
Bestellung für den Gast mit Allergie nachfragen und hoffen betroffene Produkte markiert, Warnung vor dem Warenkorb
Schichtwechsel oder Aushilfe Übergabe mündlich oder auf dem Zettel Profil mit einem Tippen, für alle gleich
Stammgast mag keinen Koriander weiss nur, wer ihn zuletzt bedient hat Schnellnotiz, das ganze Team sieht sie

Allergien in der Gastronomie bleiben eine Frage der Sorgfalt. Der Unterschied ist, dass diese Sorgfalt nicht mehr am Gedächtnis einer einzelnen Person hängt.

So schaltest du es ein

Das Gastprofil gehört zur Personal Dining Experience in JamWaiter. Sie ist eine Wahlfunktion pro Betrieb und standardmässig ausgeschaltet, weil nicht jedes Lokal sie braucht. Eine Pizzeria im Mittagsservice vielleicht nie, ein Haus mit Reservationen und Stammgästen ab dem ersten Abend.

Drei Schritte: In OrderAdmin unter App-Konfiguration, JamWaiter, Funktionen die Personal Dining Experience aktivieren. An deinen Produkten die Allergene hinterlegen, falls das noch nicht passiert ist. Und Reservationen mit dem Kontakt verknüpfen, was bei Online-Buchungen automatisch geschieht. Danach steht alles in JamWaiter bereit, ohne Neustart der App.

Kein Zusatzmodul, kein Aufpreis. Die Personal Dining Experience mit dem Gastprofil ist Teil von JamWaiter. JamWaiter kostet CHF 40 pro Monat bei Jahresvorauszahlung, sonst CHF 49, monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit.

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Häufige Fragen

Woher weiss JamWaiter, welche Allergien ein Gast hat?

Aus dem Kundenprofil in OrderAdmin und aus der Reservation, also auch aus dem, was der Gast bei der Online-Buchung angibt. Online-Buchungen werden automatisch mit dem Kontakt verknüpft, im Cockpit wählst du den Kontakt beim Anlegen aus.

Warnt JamWaiter bei jedem Gericht mit einem Allergen?

Bei jedem Produkt, an dem in OrderAdmin die Allergene hinterlegt sind und eines davon zu den Allergien des ausgewählten Gastes gehört. Ein Produkt ohne Allergenangaben wird nie markiert. Unverträglichkeiten werden im Profil angezeigt, lösen aber keine Warnung aus.

Stehen die Allergien auf dem Küchenbon?

Nein. Allergien sind Gesundheitsdaten, JamWaiter zeigt sie nur dem Serviceteam in der App. Sie erscheinen nicht auf Küchenbons, Belegen oder Rechnungen.

Bringen auch die Begleitpersonen ein Profil mit?

Nein. Beim Platzieren einer Reservation wird die buchende Person mit dem Gastprofil verknüpft. Begleitpersonen erscheinen mit ihrem Namen, aber ohne Profil.

Was brauche ich, damit das Gastprofil im Service erscheint?

Die aktivierte Personal Dining Experience in OrderAdmin unter App-Konfiguration, JamWaiter, Funktionen. Für die Warnungen beim Bestellen braucht es ausserdem die Allergene an deinen Produkten.

Kostet das Gastprofil extra?

Nein. Das Gastprofil gehört zur Personal Dining Experience und ist Teil von JamWaiter, kein Zusatzmodul. Es gilt der normale JamWaiter-Preis: CHF 40 pro Monat bei Jahresvorauszahlung, sonst CHF 49, monatlich kündbar.

Kann ich eine Notiz später ändern?

In JamWaiter hältst du neue Notizen fest. Ältere Notizen änderst oder löschst du in OrderAdmin im Kundenprofil.